Die Rose gilt als Königin der Blumen. Ihre herrlichen und zahlreichen Blüten begeisterten Menschen schon seit Jahrtausenden. In modernen Gärten stehen Kletterrosen hoch im Kurs. Keine Kletterpflanze blüht derart prächtig, wie die Rose, die sich damit hervorragend zur vertikalen Gartengestaltung eignet. Wenn der Winter naht, lässt aber auch die Rose ihre Blätter fallen. Nun kommt der beste Zeitpunkt nicht nur zur Pflanzung, sondern auch zur Pflege der Holzgewächse. Auch der Rosenbogen kann nun geprüft und gewartet werden, damit er auch noch im nächsten Jahr die Rosen zuverlässig trägt. Lesen Sie nachfolgend hilfreiche Hinweise zur Pflege und Dekoration Ihres Rosenbogens.

Wartung des Rosenbogens

Grundsätzlich sollten Rosen eher an windgeschützten Standorten eingesetzt werden. Dass auch der Rosenbogen mal von starken Winden erfasst wird, lässt sich aber manchmal nicht ausschließen. Durch das dichte Blattwerk und den ausladenden Wuchs von Rosen wird dem Wind hier nicht nur in der wärmeren Jahreszeit viel Angriffsfläche geboten.

Wichtig ist es also, den Bodenanker auf Stabilität zu prüfen. Sitzt dieser noch fest oder lässt er sich relativ leicht bewegen? Ist der Anker leicht zu entfernen und lässt er sich mit dem Hammer nicht mehr fest ins Erdreich treiben? Das deutet möglicherweise darauf hin, dass Sie einen größeren Bodenanker benötigen. Wenn Sie wiederkehrende Probleme mit nicht festsitzenden Bodenankern erkennen wird empfohlen, kleine Zementfundamente zu gießen, um die Stabilität des Rosenbogens zu gewährleisten.

Auch Risse im Bodenanker sollte für Sie Anlass zum Austausch sein. Greifen Sie dabei stets auf hochwertige Bodenanker zurück – denn fällt der Rosenbogen um, ist ein Schaden an dem möglicherweise viele Jahre alten Rosengewächs wahrscheinlich. Im gleichen Zuge sind auch die Schrauben des Rosenbogens festzuziehen. Rostige Schrauben sollten Sie möglichst schnell austauschen, bevor diese festrosten und nur noch schwer entfernbar sind.

Pflege der Kletterpflanzen und Vorbereitung auf den Winter

Ihre Rosen können vor Wintereinbruch beschnitten werden, wenn auch eventuell nur leicht. Nutzen Sie die Gelegenheit, die Pflanze so zu lenken, wie Sie sich den Wuchs wünschen. Haben sie eine Rosensorte, die nur einmal im Jahr blüht, ist jetzt nach der Blüte der richtige Zeitpunkt gekommen, den Pflanzenschnitt vorzunehmen. Grundsätzlich gilt für einmal blühende Rosen beim Schnitt die Devise: „Weniger ist mehr!“ Haben sie hingegen eine Sorte gepflanzt, die mehrmals pro Jahr blüht, erfolgt der richtige Schnitt vor der ersten Blüte erst im Frühjahr. Nutzen Sie die Gelegenheit im Herbst dann nur, um leichte Korrekturen vorzunehmen.

Als Vorbereitung für den Winter haben Sie optimalerweise bereits Mitte Juli eingestellt, um das Ausreifen der Triebe sicherzustellen. Patentkali kann im August zur Düngung eingesetzt werden. Das soll die Frosthärte der Rosen im Winter steigern. Wissenschaftlich erwiesen ist das aber nicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift wie gewohnt darauf zurück.

Bewährte Maßnahmen bestehen auch darin, den Rosenfuß mit Erde zu bedecken und Fichtenreisig um den Fuß der Rose zu verteilen. Wenn Sie mit extremen Frösten rechnen können Sie die Triebe mit Jutesäckchen abbinden oder den ganzen Rosenbogen einpacken. Besonders, wenn dieser aus Metall besteht, kann das sinnvoll sein – immerhin wird Metall viel kälter als Holz oder Kunststoff und kann deswegen eher zu Erfrierungen der Pflanze beitragen.

Dekoration des Rosenbogens

So schön die Rose im Sommer ist – wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt und der Frieden weißer Felder die Landschaften prägt, ist von der Rose nur noch das dornige Geäst zu sehen. Der Blattverlust kann durchaus interessante Verästelungen freilegen, sieht aber in jedem Fall kahl aus. Wer seinen Rosenbogen auch in der kalten Jahreshälfte optisch aufwerten möchte, dem stehen viele Möglichkeiten zur Auswahl.

Bei dieser Gelegenheit sei auch auf die Grundsatzfrage hingewiesen, womit der Rosenbogen überhaupt bepflanzt wird. Der Name ist nicht verpflichtend und es eignen sich auch andere, teils immergrüne Pflanzen als Bewuchs des Rosenbogens. Wer es also ganzjährig grün haben möchte, greift zu Kletterpflanzen wie Efeu oder der immergrünen Kriechspindel. Dann präsentiert sich der Rosenbogen auch im Winter in seiner belaubten Form.

Als Dekoration des Rosenbogens bietet sich naheliegenderweise in der dunklen Jahreszeit auch an, Licht einzusetzen. Wer es winterlich mag, bedient sich an Lichterketten, die man per Zeitschaltuhr so einstellen kann, dass sie abends automatisch beginnt zu leuchten. Solarbetriebene LED-Lichterketten bringen diese Funktion häufig schon mit und regeln die Aktivität der Lichterkette abhängig von der Lichtstärke. Weniger weihnachtlich, dafür aber genauso gemütlich: Sie bekommen farbige Mini-Lampion Ketten im einschlägigen Einrichtungsmarkt teilweise auch in solarbetriebener Variante und ersparen sich damit den Anschluss an den Strom.

Um die Winterzeit herum können Sie den Rosenbogen auch mit Kugeln schmücken. Wer sagt denn, dass es immer Tannen sein müssen? Schaffen Sie weihnachtliche Stimmung durch den Einsatz von Kugeln, die für den Außeneinsatz geeignet sind.

Mit diesen Hinweisen und Tipps haben Sie alles Notwendige zur Vorbereitung Ihres Rosenbogens für den Winter in die Wege geleitet und können davon ausgehen, dass Ihre Pflanzen die kalte Jahreszeit überstehen. Dank der präsentierten Dekorationsideen können Sie sich auch in der dunklen Jahreszeit an Ihrem Rosenbogen erfreuen!